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Es geht um die Kartoffel. Und den Mai. Und den freien Markt. Und - aber das ist jetzt unsere Hypothese - den internationalen Terrorismus.
Im Mai wachsen in Deutschland keine Kartoffeln, das ist uns klar. Von daher treffen die Belehrungen der CMA, die wir in diesem Punkt erfahren haben [HV-Leser erfahren dazu in der morgigen Ausgabe mehr], nicht ganz ins Schwarze. Man holt sie im Herbst aus der Erde und kellert sie ein. Oder kauft sie im Supermarkt - und dann wirds schon schwierig. Besonders, wenn man keinen Keller hat (oder der mit Leichen voll ist, aber gut, da kann man noch sagen: selbst schuld). Was, lieber Herr von der Goltz, sollen nun die Menschen ohne Keller im Mai ernähnrungslandwirtschaftsverbrauchend machen? Toastbrot essen? Sich von tiefgefrorenen Pommes ernähren (da wird uns der Seehofer einen husten, oder was meinen Sie?). Oder einfach mal fürs Vaterland darben (könnte auch von Seehofer sein, oder?)?
Wären alles Möglichkeiten, doch der arme Verbraucher wird ja irregeführt und bekommt im Supermarkt im Mai kartoffelähnlich verpackten Wüstensand (mit Wasser, ohne Sand), Tarnnamen "israelische Frühkartoffel" oder "Frühkartoffeln Ägypten".
Eine große deutsche Lebensmittelkette jedenfalls kann unsere Sorge ums Land teilen. Aber davon wird ja noch niemand satt.
Brauchen wir nicht ein Bündnis für deutsche Kartoffeln im Mai? Eine gesamtgesellschaftliche Krisenpräventionseinkellerung?
Oder müssen wir unseren Leserinnen und Lesern jede Hoffnung nehmen und berichterstatten: es ist aus und vorbei, Ende, Apfel, Amen?
Unsere Frage also lautet (nein, nein, wir haben den Faden nicht verloren, nur die Recherche begründet): Was tut das Landwirtschafsministerium für die Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln im Mai?
Für ein wenig Rotlicht im Kartoffelkeller dankt
Fred Steinhauer
Helgoländer Investigativ Vorbote




