Der Vorverkauf beginnt am 12. Dezember 2011 ausschließlich an der Kasse des Deutschen Theaters, Tel. 0551 / 49 69 11 (Öffnungszeiten: Mo-Fr 10.00-13.30 Uhr und 16.30-20.00 Uhr, Sa 11.00-14.00 Uhr).
Bereits zwei Wochen zuvor, am 15. Januar 2012, 11.30 Uhr wird im Alten Rathaus Göttingen eine Ausstellung eröffnet, die mit Cartoons, Gemälden und Objekten eine repräsentative Auswahl aus Franziska Beckers Werk zeigt und bis zum 9. April zu sehen sein wird.
„Franziska Becker ist die führende Cartoonistin und witzigste Frauenrechtlerin Deutschlands“, rühmt die Jury die Preisträgerin. „Mit satirischem Scharfblick, aber auch herzstärkendem Humor und überlegener Selbstironie klärt sie auf über die verkehrte Welt von Mann und Frau und bringt auch jenseits des Geschlechterkampfes die Tatbestände und Widersprüche in Politik, Gesellschaft und Alltag auf den komischen Punkt. In ihren Cartoons und Bildergeschichten, ihren großen Gemälden und kleinen Kunstobjekten beweist sie, dass Spaß und Erkenntnis, befreiendes Lachen und lustvolles Nachdenken keine Gegensätze sind, sondern zusammenpassen - genau wie kluge Frauen und gescheite Männer.“Die 1949 geborene Franziska Becker ist Hauskarikaturistin der Zeitschrift „Emma“ seit deren Gründung im Jahr 1977. Sie veröffentlichte über zwanzig Bücher, von denen einige zu Bestsellern wurden, so die Sammelbände mit dem Titel „Mein feministischer Alltag 1-4“, die zwei Bücher über „Männer“ (1985) und „Weiber“ (1990) sowie die Asterix-und-Obelix-Parodie „Feminax und Walkürax“ (1992). Ausstellungen führten Becker, die in Köln, im Bergischen Land und in Philadelphia (USA) lebt, über den deutschsprachigen Raum hinaus bis nach New York, die Türkei und nach Indien und machten sie international bekannt.
Franziska Becker ist die zweite Frau, die den Satirepreis Göttinger Elch erhält. Die bisherigen Preisträger waren der Cartoonist Chlodwig Poth (1997), der Zeichner und Schriftsteller Robert Gernhardt (1999), der Kabarettist Gerhard Polt (2000), der Kolumnist und Übersetzer Harry Rowohlt (2001), die Karikaturistin Marie Marcks (2002), der Zeichner und Dichter F. W. Bernstein (2003), der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger (2004), der Komiker Otto Waalkes (2005), der Zeichner Hans Traxler (2006), der Zeichner und Musiker Ernst Kahl (2007), die bayerischen Volksmusiker und Kabarettisten der Biermösl Blosn (2008), der Musiker, Schriftsteller und Filmemacher Helge Schneider (2009), der Komödiant und Musiker Olli Dittrich (2010) und der österreichische Kabarettist Josef Hader (2011).
Der Göttinger Elch will den guten Ruf der komischen Künste festigen und das Ansehen der in Wort und Bild tätigen Satiriker im deutschen Sprachraum mehren. Der Preis hat seine Heimat nicht zufällig in Göttingen: Die Stadt hat Tradition in Sachen Satire, die im 18. Jahrhundert mit dem genialen Aphoristiker Georg Christoph Lichtenberg beginnt und bis in die jüngste Vergangenheit von den Wahl-Göttingern Robert Gernhardt und F.W. Bernstein fortgeführt wurde. Einem sprichwörtlich gewordenen Zweizeiler Bernsteins ist der Name des Satirepreises entlehnt: „Die schärfsten Kritiker der Elche / waren früher selber welche.“
Die Jury 2012: Antje Kunstmann, München, Verlegerin; Hilmar Beck, Fachbereich Kultur der Stadt Göttingen; WP Fahrenberg, Ausstellungsbüro Göttingen; Achim Frenz, Museum für Komische Kunst, Frankfurt am Main; Dr. Peter Köhler, Göttingen, Journalist; Martin Sonntag, Caricatura Kassel; Hans Zippert, Oberursel, Publizist; Josef Hader, ELCH-Preisträger 2011.
Mehr über den ELCH und seine Preisträger/in unter www.goettinger-elch.de

Der Satirepreis GÖTTINGER ELCH geht 2012 an die Cartoonistin,
Comiczeichnerin, Illustratorin, Malerin und Objektkünstlerin Franziska
Becker. Die Auszeichnung wird jährlich für ein satirisches Lebenswerk
vergeben und ist mit 3.333 Euro, einer silbernen Elchbrosche und 99
Dosen „Original Göttinger Elch-Rahmsüppchen“ dotiert.



