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Buchholz' Wochenschauer | 28.05.2010
Das Merkelweibchen und seine beiden Männchen
Lausige Zeiten fürwahr! Die Seelenlage wie die Wetterlage ist mehr als
angegraut in diesen griesegrämlichen Tagen. Ein Freund mailte mir
folgende Beobachtung: Seit der Kachelmann im Untersuchungs-Knast sitze,
sei das Wetter beschissen. Allerdings kann ich mich dieser Analyse
nicht anschließen. Wenn ich von meiner Tastatur hochschaue und in den
Garten spähe über die Nebelfetzen hinweg, stelle ich fest: Für November
ist es doch noch ganz schön grün da draußen.
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Bundeswehrvolk | 08.07.2009
Solidar-Schützenfest für Deutsche Krieger
Es ist immer der gleiche Jammer mit den halbherzigen Diktaturen
westeuropäischer Prägung. Das Volk mault rum, will dies nicht und das
nicht, dafür aber vielleicht jenes. Anstatt an einem nationalen Strang
zu ziehen, denkt jeder vor sich hin, als hätten wir Rechnerkapazitäten
an die Philosophie zu verschenken.
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Sprachpazifismus | 05.07.2009
Schwarzer Neger auf Abwegen
Neger soll man nicht sagen zu Menschen mit genetisch bedingt dunkler
Hautfarbe. Schließlich ist die internationale Selbstbezeichnung
"Nigger". Doch der "Arbeitskreis Panafrikanismus München", dem offenbar
wesentlich Menschen aus der "afrikanischen Diaspora" angehören, hat ein
anderes Problem mit Negern. Er beklagt beim bayerischen
Innenministerium die Diskriminierung von Weißbier und Speiseeis, werden
diese doch bisweilen bajuwarisch humoresk "Neger" genannt. In einer zur
öffentlichen Unterzeichnung angebotenen Resolution stellen die
Panafrikanisten fest: "Diese Diskriminierung im öffentlichen Raum
legitimiert Rassismus, da sie vom bayrischen Staat wissentlich
gebilligt wird. Sie ist Ursache zahlreicher Auseinandersetzungen und
stört somit den sozialen Frieden."
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Pro-Alkyl | 16.05.2009
Komasaufen ist sexy für Journalisten
Erstmal Prost, Wochenende! Weil es immer etwas lang dauert, bis die
Post aus Berlin hier eintrifft, komme ich heute erst auf ein Ereignis
zu sprechen, das sich schon Anfang des Monats dahinergab. Meine
Freundin Sabine Bätzing gab da Rechenschaft, was sie als
Drogenbeauftragte so für ihre Klienten getan hat im letzten Jahr. Und
siehe, sie hat wieder eifrig zählen lassen.( weiter  )
Selbsthilfegruppe PC-Nutzer | 13.11.2008
Ein Programm-Paket geht von Bord
Natürlich lässt er sich seit Montag nicht mehr Blicken, der Herr
Systemadministrator, der im gesamten Netzwerk mit "Microsoft Office
2007" ein zweites Nagasaki angerichtet hat, die sinnloseste Verwüstung
menschlichen Lebens in der postanalogen Voreiszeit, und er wird sich
wohl auch nie mehr blicken lassen, wenn er vom Erfolg seines
Angriffskrieges auch nur eine Ahnung fühlt. Denn es ist der
himmelschreiendste Fickscheiß ever, die vollkommene Demütigung humaner
Restachtung, die Perfektion des Terros.
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Medienkritik | 15.05.2008
Demokratie im journalistischen Parallel-Universum
Der Auftakt verhieß schon nichts Gutes. "Demokratie" sollte die Serie also schlicht lauten, und das "o" im Signet ist angekreuzt - Demokratie ist Wählen, ist Ankreuzen, Stimme abgeben. Der erste Beitrag in Heft 19/2008 (S. 38-44) kommt unter der Überschrift "Das Kreuz mit der Demokratie" daher. Da war auf die in der Einleitung gestellte Frage: "Wie können sich Deutschland und die internationalen Institutionen reformieren, damit die Demokratie neuen Schwung gewinnt?" nicht viel zu erwarten. Sinkende Wahlbeteiligungen werden denn auch als "schwindendes Interesse" graphisch fehlinterpretiert, Demokratie "im westlichen Sinne" wird zum "Versprechen auf Gerechtigkeit und Mitbestimmung" reduziert, die Welt in "frei", "teilweise frei" und "nicht frei" arealisiert. So einfach ist der Spiegel- Globus, auf dem Paraguay schlicht das "Reich der pfannkuchenflachen Pampas" ist. ::: MEHR :::
Aufklärungstrauerarbeit (muss weh tun) | 01.01.2008
Alevitische Inzest-Woche
Welch neujährliche Entschädigung, wenn ein langweilig geglaubter
ARD-Tatort viele Stunden nach seiner Versendung unerwartete
Aufklärungsarbeit leistet. "Wem Ehre gebührt" war nur auf den ersten
Blick ein dem Inhalt angemessen dämlicher Titel für kriminales Gezänk
(Mehmet Kurtulus und Maria Furtwängler).
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Angst vorm Nachbarspritzer | 11.12.2007
Jugendsex endlich verboten
Die Welt wird jeden Tag ein bisschen besser. Ach, ein ganzes Stück
sogar. Denn dafür reißen sich ja Stunde um Stunde allein in Deutschland
gut 10.000 Berufspolitiker die Knöpfe vom Kragen, schwitzend und
prustend für das Wohl der Menschheit. Vorgestern hat Schäuble mit dem
totalen Überwachungskrieg den unentdeckten internationalen Terrorismus
besiegt, gerade wurde auf Bali das Makroklima gerettet, nun geht's ums
Mikroklima der Jugend.
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Kommentar | 02.11.2007
Titanic und die Zeugen der Aufregung
Die Titanic hält es für einen PR-Erfolg, doch es ist nur Unterhaltung,
Medienfutter, eine Themenverbrennung ohne Rücksicht auf Rohstoffe und
Umweltschäden: der angebliche Maddie-Skandal. Es trifft die gleiche
Kritik wie bei anderen  Zerrbildern: Solange die Medien die
Darstellungsform Satire außerhalb von inszenierten Skandalen
ignorieren, haben sie auch die selbst geschaffene Empörungen zu
ignorieren. Satire ist eben weit mehr als eine Mohamed-Karikatur, der
millionste Hitler-Vergleich und eine Maddie-Schokolade (obwohl sie alle
natürlich ihre Berechtigung haben).
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Martin Buchholz | 30.10.2007
Weiße Schafe scheißen braun (Buchholz blogt sich durch die Woche)
Montag, 22. Oktober - Es gab mal Zeiten, da vernahm man aufregende Dinge aus der Schweiz, wie zum Beispiel:
"Im Sommer scheint Sonne; im Winter, da schneit's
in der Schweiz, in der Schweiz, in der Schweiz."
Viel mehr als dieses Wissen, in zwei Schlagerzeilen zusammengefaßt,
brauchte man eigentlich nicht, um halbwegs über das benachbarte
Alpentraumland informiert zu sein: Mal Sonne, mal Schnee! Am gestrigen
Sonntag allerdings hagelte es in der Schweiz,
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Anschlussstelle Österreich | 03.10.2007
Sehr geehrter Herr Innenminister Platter,
die Härtefallkommission des Helgoländer Vorboten hat Ihre neuerlichen Ausfälle  geprüft. Insbesondere Ihre Haltung, der Vollzug des Fremdenrechts gehöre zu den unschönen Aufgaben eines Innenministers, bei deren Auslegung wir zu Ihren Gunsten "unschön" weniger und "Aufgaben" um so mehr betont sahen, hat Sie gem. des Kriterienkatalogs PSASV (EWR/Anh. II: 389L0686, 393L0068, 393L0095) für einen Anschluss an den deutschen Innenminister Wolle Schäuble qualifiziert.
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Mehr Sammelbildchen für alle | 06.09.2007
Mehr Schockfotos gegen Politikschock
Es muss Politikerinnen geben, denen die Fotze leckt allein bei dem
Gedanken, sie könnten bestimmen, mit welchen Belehrungen auf
Zigarettenschachteln man das Volk drangsalieren kann. Deshalb ist auch
keine Idee zu blöd, als dass sich nicht ein Politiker fände, sie
auszusprechen. Was nach den Regeln des Medienzirkus' natürlich
verbreitet werden muss. Je absurder, je wahnsinniger, je
durchgeknallter eine Politiker-Idee (nicht eine politische Idee!) ist,
um so größer der Aufmerksamkeitsgrad.
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Deutschlandterror | 17.07.2007
Sicherheitsdebattensprengstoff
- Irgendwann wird ein hochrangiger Politiker mitten in seiner Rede vor
dem Hohen Haus oder bei der Eröffnung eines sehr wichtigen Gipfels mit
einem Herzinfarkt zusammenbrechen. Daraufhin wird die
Fernseh-Live-Berichterstattung grundsätzlich untersagt, weil solche
Bilder die deutschen Sicherheitsinteressen gefährden, und zwar
potentiell gleich auf der ganzen Welt - eine globale Bedrohung also.
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Gsella am Dienstag | 15.07.2007
Titanic Schwanz-Group präsentiert
Aus aktuellem Anlass ein neues, kleines (und schrumpeliges, eher ungewaschenes) Schniedel  -Gedicht von Thomas Gsella:
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Neuer Wikipedia-Skandal | 30.06.2007
Das Sommerloch im dt. Journalismus
Sommerloch bezeichnet Zeitabschnitte, in denen die Unfähigkeit
deutscher Journalisten, Journalismus zu betreiben, nicht von
kolportier- und kommentierbarer Politikersülze verdeckt wird. Bei
Zeitungsjournalisten löst die so verursachte Weißfläche im Umbruch
einen Textreflex aus, bei dem solange jeder verfügbare Text ins Blatt
gekippt wird, bis die Weißflächen zwischen den Anzeigen verschwunden
sind. In manchen Tageszeitungen werden neben Text auch Bilder verwurstet.
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Martin Buchholz | 20.05.2007
Aus der Zone für die Zone
Frohe Botschaft für alle Ostalgiker: Die Zone lebt! Und mit ihr der
Schutzwall! Und wer in die Zone rein will, der braucht einen
Passierschein. Zwar wird der neue Schutzwall nur zwölf Kilometer lang
sein, aber immerhin - ein Anfang wäre gemacht. Angela macht's möglich.
Sie läßt alte DDR-Seligkeit in den meckpommerschen Auen neu erstehen.
In Heiligendamm an der Ostsee will sie ihren internationalen Gästen
demonstrieren, welche Gipfel der real existierenden Staatssicherheit in
Deutschland erreichbar sind.
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Rückblende | 23.02.2007
Hartz und andere Nicht-Verbrecher
Ein nichtendenwollender Jubel geht durch das Land! Alle
Hartz-IV-Empfänger feiern Freudenfeste. Peter Hartz, ihr Schutzpatron,
in dessen Namen sie jeden Tag ihren Namenstag feiern dürfen, ist und
bleibt ein freier Mann. Das Urteil wurde nicht gesprochen, sondern
abgesprochen. Denn der Mann hat alles gestanden - nach dem Motto:
Lieber gestanden als gesessen. Das könnte der erste Schritt sein hin zu
einer umfassenden Justizreform: Wer brav geständig ist, muß hinterher
nicht gesäßig sein. Bald werden alle Gefängnisse leerstehen und endlich
sinnvoll genutzt werden können, zum Beispiel für die Einlagerung von
sterbeunwilligen Senioren.
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Gsella am Dienstag | 10.10.2006
Ich dichte dich dicht (My Fair Rap tnochemal)
Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Frankfurter Würstchens
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Dichtung zur Unzeit | 02.08.2006
Who is Who im Nahen Osten
Früher war man Opfer,
Aber jetzt ist´s später.
Und so versucht man sich als Täter.
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Fragen der Woche | 28.07.2006
Mediale Kriegs-Blähungen?
Was ist ein Krieg? Dürfen wir überhaupt altmodische Fragen nach Krieg
und Frieden stellen? Hat eigentlich jemand geklärt, was der jüngste
Krieg wieder kostet? Also auch uns, ob nun mit Friedensmördern oder
"humanitären" Samaritern? Sind Soldaten nicht zum Totschießen da und
warum gab's dann so ein Bohei um die vier Unifil-Soldaten? Wird
Matthias Küntzel für seine Kriegspropaganda von irgendwem bezahlt?
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Fragen der Woche | 16.07.2006
Wer ist deutsche Bundeskanzlerin?
Ist Merkel wirklich Bundeskanzlerin? Oder wackelt ihr Stuhl, weil sie
ihre Königsrolle jetzt so betont hat, so deutlich und - plump? Hat
Günter Netzer Erektionsstörungen (ist wirklich nur eine Frage, die
einem so durch den Kopf schießt, wenn er sich öffentlich sabotiert)?
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Fragen der Woche | 07.07.2006
Tötet Mc Winkel?
Ist es nicht etwas viel Aufwand, für einen Spreeblick-Gag eine ganze Toni Mahoni-CD mit schmerzhaftem Geträller zu produzieren?
Gibt es Neues vom Medienkodex?
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Gastbeitrag Klaus Wührl | 02.07.2006
Ali Stoiba und die 15 Räuba!
Entführung. Menschen verschwinden. Das Ende jeder Vernunft. In
monatelangen, zähen Verhandlungen, geheim geführt, an abgeschiedenen
Orten, oft mehr mit Andeutungen als mit konkreten Vereinbarungen, wird
versucht zu retten, was zu retten ist.
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Fragen der Woche | 30.06.2006
Darf man Sabine Bätzing lieben?
Habt ihr Angela Merkel beim Elfmeterschießen gegen Argentinien jubeln
sehen (süß!)? Wie tot ist Robert Gernhardt wirklich? Hat auch Udo
Vetter einen news alert (weil: die Blogspürhunde schüffeln ja nur im
eigenen Mist)?
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Hass-Tiraden | 28.06.2006
Sehr geehrte Shimano Inc. Japsen,
hiermit bewerbe ich mich um eine Anstellung im Bereich
Führungsarschlöcher. Gerne würde ich Sie dabei unterstützen, das
Mohr-Deutschland zu zerstören. Nachdem ich über die letzten Wochen
Ihren Test "wir wechseln mal kurz die Bremsbacken am Fahrrad" mit 47
Wutanfällen absolviert habe, dürfen Sie mich als hinreichend
qualifiziert betrachten. Als Bewerbungsgrundlage sende ich Ihnen nun
neben einer Würdigung Ihrer bisherigen Bemühungen um die Verscheißerung
der Welt einige konstruktive Vorschläge, wie ich Sie gerade Deutsche zu
Kamikazen machen können.
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Gastbeitrag Klaus Wührl | 20.06.2006
Straßen leergefegt – Yuppies vögeln für Deutschland!
Waren Sie in den letzten Tagen schon mal auf der Straße – egal zu welcher Tageszeit? Fällt Ihnen da auch diese merkwürdige Stille, diese Leere allerorten auf? Stattdessen knarzen, stöhnen, ächzen aus den hitzeinduziert geöffneten Fenstern von ein-, zwei-, drei-Zimmerwohnungen, Reihenhäusern, Doppelhaushälften und Einfamilienhäusern mittlerer Kategorie...
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Fragen der Woche | 11.06.2006
Polizisten im Puff und bei der WM
Auf der einen Seite schaffen wir die bezahlte körperliche
Arbeit mit viel Aufwand ab, auf der anderen Seite ersinnen wir (und fördern wir
z.B. krankenkassenfinanziell) die zu bezahlende körperliche Arbeit - wie heißt
die pfiffige Wochenfrage dazu?
Finden Polizisten Puff-Durchsuchungen wohl geil? Für wieviel
Euro können wir eine der 40.000 WM-Zwangsprostituierten ablösen?
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Fragen der Woche | 27.05.2006
Döner gebiert Erbrechen aus toten Hosen
Sollten nicht auch Politiker rumlaufen wie Lordi? An was dachte der DUDEN-Redakteur, als er unserem deutschen Sprachschatz den Imperativ von gebären (gebier!) hinzufügte? Gibt es ein geheimes Abkommen zwischen Architekten und Fensterputzern? Wie entsteht nicht-zum-Verzehr-geeignete Rinde an einem Käse? Ist Döner-Erbrechen eine fremdenfeindliche Straftat?
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Fragen der Woche (BND special) | 22.05.2006
Schniff schnaff schnüffel
Warum füllt der brave Deutsche in jedem Hotel den Meldeschein für die
Polizei aus? Gab es jemals Proteste gegen die Bereitstellung aller
Telefonverbindungsdaten? Sind die Schnüffler zu doof zum Schnüffeln,
dass sie eigene Zugangsschnittstellen fürs Mobilfunknetz brauchen? Ist
es theoretisch möglich, dass Geheimdienste verbotene Sachen tun?
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Fragen der Woche | 12.05.2006
Pofallas Döner-Verschnitt ät Bums-Bahn
Wer ist Ronald Pofalla? Und wer Schnurzipuff Kusch? Tut eigentlich
niemand etwas gegen den als Döner Kebab gehandelten
Müllhackmatschamspieß (ah, guter, integrierender Guinness-Wettbewerb:
wer bringt mit der kleinst möglichen Menge Fleischrestgewürzpampe zehn
Tester zum Kotzen? Ich glaube ja schon lange, dass diese Döner-Buden
keine Geldwaschmaschinen, sondern aktive Al Kaida-Zellen sind - und
Dämel Schäuble merkt mal wieder nix.) Und wo ist das Gyros geblieben
(durch die etwas lange Klammerbemerkung ist dieser Anschluss jetzt
leicht entwitzt)?
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Mit der Titanic auf der Couch | 09.04.2006
Satire-Magazin sexualisiert Teenie-Band
Es wird, liebe Titanic, eine neue Rubrik, ähnlich anbiedernd wie eure
"Briefe an die Leser" (deren einziger Satiregehalt ja der ist, sich
gerade an definitive Nicht-Leser zu wenden) - allerdings mit deutlich
größerem Wohlfühl-Faktor und erheblich gesteigertem Nutzwert. Wir legen
uns ab sofort jeden Monat mit euch auf die Couch. Wegen der großen
Beratungsnachfrage von Seiten der Politik bitten wir aber um euer
geschätztes Verständnis, dass wir jeweils nur eine Sitzung anbieten
können. Für weitergehende Lebenshilfe vermitteln wir aber gerne.
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Gastbeitrag Martin Buchholz | 07.04.2006
Das Sabbeln der Belammerten: Multikulti und Monokultur
"Multikulti ist gescheitert", verkündet BILD, das Zentralorgan des deutschen kulturellen Leitwesens. Damit wir uns richtig verstehen: Mit Multikulti ist nicht das halbwegs gewaltfreie Beisammensein von Ossis und Wessis gemeint. Etwas, was ich in unermüdlicher Sozialarbeit jeden Abend mit meinem Publikum einzuüben versuche. Da bin ich im Dauereinsatz, um Integrationshilfe zu leisten bei Ost- wie Westmenschen mit ihren jeweils ganz anderen soziokulturellen Traditionen und ihren gegeneinander abgeschotteten Milieus.
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Gastsatire Hubert Burghardt | 20.02.2006
Dr. Merkel oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben
Während Joaquim Phönix derzeit als Jonny Cash in den Kinos singt „I
walk the line” soll Mahmud Ahmadinedschad sie ja bereits überschritten
haben, also die rote Linie, behauptet jedenfalls Angela Merkel. Da
erdreistet sich dieser antisemitische “Prügel-Perser-Präsident“ doch
tatsächlich eine eigne Atombombe bauen zu wollen. Dabei sollte diese
großmäulige Mullah-Marionette die Schnauze halten und das iranische Öl
in unsere Tanks füllen statt ins diplomatische Feuer zu gießen. Kein
Wunder, dass der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Eckard
von Klaeden, fordert, dass man „den Iran über die Folgen unkooperativen
Verhaltens im unklaren lassen sollte.“
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Gastbeitrag Martin Buchholz | 12.02.2006
Wenn Mohammed blöde Witze reißt...
Also, manchmal ist Mohammed schon ein ziemlicher Knallkopp. Nein, keine Panik!
Bitte, beruhigen sie sich. Sie können unbesorgt weiterlesen. Ich meine nicht den
Mohammed, an den sie jetzt angstvoll denken, sondern einen alten Bekannten von
mir, einen libanesischen Autor, der seit langen Jahren schon in Deutschland lebt
und auch auf deutsch schreibt.
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Gsella am Dienstag: Rap für Jean-Remy | 27.01.2006
Du bist ganz arm scheiße, Deutschland
Bundestag | 23.01.2006
Die schönsten Zwischenrufe - eine Auswahl
Mehr als 57.000 Zwischenrufe hat der HELGOLÄNDER VORBOTE für die vergangene Legislaturperiode gezählt. Doch was waren die schönsten Zwischenrufe im Bundestag. Wir haben im Folgenden eine Auswahl zu verschiedenen Themen zusammengestellt.
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Gastbeitrag: Fritz Eckenga | 18.01.2006
Ich bin einkaufen!
Damit die Dinge meines Lebens nicht in Unordnung geraten, führe ich Ordnungslisten. Ganz oben auf der Wichtigkeits-Skala steht selbstverständlich der überlebenswichtige Einkaufszettel. Der aber wäre natürlich ganz nutzlos, gäbe es nicht die Erledigungsliste, auf der das aktuell abzuarbeitende Pensum lückenlos festgehalten ist und auf der deswegen „Einkaufen gehen und Einkaufszettel mitnehmen“ erste Priorität hat. Die Lebenserfahrung sagt außerdem, dass es vorteilhaft ist, im entscheidenden Moment, nämlich an der Supermarktkasse, einen seriösen Eindruck, also ausreichend Zahlungsmittel zu hinterlassen. Wichtig ist deswegen auch, dass ich mich gelegentlich darum bemühe, der Liste mit der Überschrift Geldverdienen die nötige Aufmerksamkeit zu widmen.
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Gastbeitrag: Hubert Burghardt | 05.01.2006
Oh, Gott!
Glauben Sie an Gott? Viele Mensche tun das! Ich auch! Na ja, wenigstens
hab ich mal dran geglaubt. Als Kind. Schließlich bin ich in einer
christlich geprägten Gesellschaft aufgewachsen. Aber mit zunehmender
Kritikfähigkeit sank doch irgendwie mein Gottvertrauen. Ich dachte
immer, diese Entwicklung bedingt sich logischerweise gegenseitig. Aber
jetzt hat ein Wissenschaftler in Laborversuchen bei Buddhistischen
Mönchen und Franziskanernonnen durch eine Magnetstimulation der rechten
Schläfenlappen spirituelle Ergebnisse provoziert für die er ein
angebliches Gottes-Gen verantwortlich macht.
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Blogwatch | 29.12.2005
Die Welt dankt Susanne Osthoff: du bist Deutschland
So kurz vor Jahresende übernimmt der HELGOLÄNDER VORBOTE gerne stellvertretend für alle Deutschen die Aufgabe, Susanne Osthoff zu danken: zu danken für ihren unermesslichen Beitrag zum Wiederaufbau Deutschlands.
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DB-Bashing | 31.10.2005
Deutsche Bahn kann nicht Bahnfahren
Ein schönes Beispiel für die Absurdität von Politik und ihrer
Irrelevanz für den Weltenlauf war kürzlich die Erregung des deutschen
Parlaments über Noch-Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Der sprach von den »so
genannten Verkehrsexperten«, die im Drei-Tage-Rhythmus gegen ihn, den
großen Sanierer, polemisierten. Das fanden die so genannten
Verkehrsexperten und ihre Expertenkollegen anderer Fakultäten so
befremdlich, dass auch straßenkampferprobte Grüne eine Entschuldigung
erwarteten. In graduellen Abstufungen fiel das Wort »Rücktritt«, den
viele nur noch für eine Frage der Zeit hielten.
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Predigt | 24.08.2005
Es geschehen Zeichen und Wunder
Nicht erst seit dem Weltjugendtag wissen wir: Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist! Allenthalben geschehen dieser Tage in Deutschland am laufenden Band Zeichen und – eben höchst wunderliche Dinge.
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Gastbeitrag | 29.06.2005
Killing for Germany
Vorbildlich: Im folgenden Gastbeitrag beleuchtet Gregor Simon eine Branche, die sonst eher ein Schattendasein führt. Dabei zeigt sein Interview mit Profikillerin Anita P. wie leicht sich das Arbeitslosenproblem in Deutschland lösen ließe.
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Der Reichstagsbeobachter | 07.06.2005
Das Plenum holt tief Luft ...
Es nicht nicht mehr lange hin bis zum möglichen vorzeitigen Ende der deutschen Zwischenrufer-Meisterschaft. Sicherlich haben wir von dem einen oder anderen Parlamentarier bereits »die Abschiedsrede« (Hans Michelbach [CDU/CSU]) vernommen und vielleicht auch schon den Abschiedzwischenruf. Doch der Vorwurf »Ihr habt einfach keine Kondition« (Marianne Tritz [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) läuft definitiv ins Leere. Im Gegenteil, unsere Zwischenruf-Künstler legten sich wieder einmal mächtig ins Zeug.
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Der Reichstagsbeobachter | 30.04.2005
Heiße Luftkämpfe unter der Reichstagskuppel
Ist der Platzhirsch aus dem Wald, schimpfen die Rohrspatzen auf dem Dach. Dieses oder ähnliche misslungene Phrasenspiele schlagen dem Reichstagsbeobachter über dem Kopf zusammen, sieht er sich die Zwischenruferstatistik für die Bundestagssitzungswoche vom 20. bis 22. April an.
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Der Reichstagsbeobachter | 19.04.2005
Meister des Zwischenrufs
Lob aus Expertenmund: „Er ist ein Meister des Zwischenrufs!“ zollte am vorigen Freitag ein protokollarisch nicht erfasster Abgeordneter der SPD seinem Kollegen Steffen Kampeter (CDU/CSU) Respekt. Mit Recht, denn Steffen Kampeter gehört zur Spitzengruppe unserer wöchentlichen Zwischenruferstatistik. Doch ob es auch für den Titel reicht?
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Der Reichstagsbeobachter | 15.04.2005
Im Bundestag: "Bescheuert, bescheuert, bescheuert"
 Politiker sollen ja ein Vorbild für die Jugend sein, gerade am Ort ihres öffentlichen Wirkens, im Bundestag: Ordentliche Umgangsformen vorleben und mit ihrer eigenen Beschlagenheit und Bildung Leuchtstern sein für die oft noch vermeintlich orientierungslose Jugend. Der Reichstagsbeobachter des HELGOLÄNDER VORBOTEN hat sich deshalb einmal umgehört bei der gestrigen bildungspolitischen Debatte im Reichstag – mit erstaunlichen Ergebnissen. ::: MEHR :::
Gastsatire | 14.04.2005
DVDs und alte Säcke
Die Qual der Wahl anästhesiert Kugelblitz Lars Johansen nicht, sondern streut noch satirisches Salz in die Wunden. Und das ist auch gut so, denn als Schwarzes Schaf  hat er es mit seiner Kabarett-Gruppe bis in die Zwischenrunde geschafft – und da wird sein Witz mit scharfen Messern auf Herz und Nieren geprüft. ::: MEHR :::
HV-Krimi (1) | 27.03.2005
Gonzo Friedrichsen jagt den Verräter
11 Uhr 15 in meinem Büro in der Küstenstraße, Ecke Helgoländer. „Mr. Friedrichsen?“ Ich blickte auf, zeitgleich an meinem Zigarillo ziehend und noch einen Schluck von meinem Guten-Morgen-Whiskey nehmend, – und verschluckte mich. Verdammt, das Duell um den cooleren Auftritt hatte sie gewonnen. ::: MEHR :::
Der Reichstagsbeobachter | 21.03.2005
Wer brüllt am besten?
Nun ist die da: Die Auswertung der ersten Sitzungswoche im März. Unser Reichstagsbeobachter hat wieder einmal genau hingeschaut. Deutlicher Gewinner diesmal ist Dauerbrenner Jörg Tauss von der SPD mit 74 Zwischenrufen. Erst weit dahinter folgt Ernst Hinsken (CDU/ CSU) mit 58 verbalen Einwürfen. Auf dem dritten Platz: Sein Fraktionskollege Hartmut Schauerte.
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Fragen der Woche | 00.00.0000
Späte Mehrwertsteuer-Erhöhung gefährdet WM-Sicherheit
Was machen die Menschen in Huehuetenango, die gar kein Wetter haben,
über das man ganzjährig quasseln kann? Sollte man nicht die
MWSt-Erhöhung zur WM vorziehen, um die Sicherheit finanzieren zu können?
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Fragen der Woche | 00.00.0000
Trägt Prantl Sneaker-Socken?
Hat man in der Focus-Redaktion keine Manieren (zu denen "Danke sagen"
gehören könnte)? Gibt es ernsthaft Menschen, die "Achim Achilles"
kaufen? Welche Artikel hätten jeden Tag Platz auf Seite 1, wenn niemand
die "Gesundheitsreform" erfunden hätte? Wann wird Sabine Bätzing den
Orgasmus zur Droge erklären (und wie viel kann man davon schnell noch
vorholen)?
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