Das Sommerloch im dt. Journalismus
Sommerloch bezeichnet Zeitabschnitte, in denen die Unfähigkeit
deutscher Journalisten, Journalismus zu betreiben, nicht von
kolportier- und kommentierbarer Politikersülze verdeckt wird. Bei
Zeitungsjournalisten löst die so verursachte Weißfläche im Umbruch
einen Textreflex aus, bei dem solange jeder verfügbare Text ins Blatt
gekippt wird, bis die Weißflächen zwischen den Anzeigen verschwunden
sind. In manchen Tageszeitungen werden neben Text auch Bilder verwurstet.
Bei Fernsehjournalisten löst der Sommerloch verursachte Blackscreen einen Replayreflex aus. Da dieser ungleich weniger journalistische Kraft absorbiert als der Textreflex, müssen Fernsehjournalisten in
Sommerlöchern 
z.T. wochenlang ihre Kameras und Mikrofone auseinanderbauen, putzen und wieder zusammensetzen.