Neger soll man nicht sagen zu Menschen mit genetisch bedingt dunkler
Hautfarbe. Schließlich ist die internationale Selbstbezeichnung
"Nigger". Doch der "Arbeitskreis Panafrikanismus München", dem offenbar
wesentlich Menschen aus der "afrikanischen Diaspora" angehören, hat ein
anderes Problem mit Negern. Er beklagt beim bayerischen
Innenministerium die Diskriminierung von Weißbier und Speiseeis, werden
diese doch bisweilen bajuwarisch humoresk "Neger" genannt. In einer zur
öffentlichen Unterzeichnung angebotenen Resolution stellen die
Panafrikanisten fest: "Diese Diskriminierung im öffentlichen Raum
legitimiert Rassismus, da sie vom bayrischen Staat wissentlich
gebilligt wird. Sie ist Ursache zahlreicher Auseinandersetzungen und
stört somit den sozialen Frieden."
Die
Resolution 
fordert " von der bayerischen Staatsregierung, den Begriff Neger zur Benennung eines Bier-Mixgetränkes (Cola-Weizen) im öffentlichen Raum zeitnah abzuschaffen und durch ein anderes Wort zu ersetzen." Das sollte kein großes Problem sein. Anbieten würde sich vom Fablichen her ja "Nazi", wenn der Begriff nicht bereits von den Nationalsozialisten beansprucht würde und "Brauni" eine geschützte Marke der Milchwerke Westfalen wäre. Vielleicht ist ja "Cola-Weizen" noch frei.
Schwieriger ist es natürlich, was die bayerische Staatsregierung dann mit dem einkassierten "Neger" macht. Soll sie ihn zusammen mit Hitlers Kampf in den
Giftschrank 
sperren, was derzeit als äußerst unsicheres Endlager gilt? Besser wäre sicherlich, den Neger im Verkehr zu belassen, aber das mit ihm bezeichnete Produkt zu ändern. So könnte die
"Queen of Night" 
etwa mit Neger eingedeutscht werden. Oder die sprachlich nicht sehr ästhetische
"Kohte" 
. Noch sicherer erscheint allerdings, sich ganz vom schwarzen Bezug zu lösen. Wird nicht alle paar Wochen in einem
Wettbewerb 
ein Wort für
"nicht mehr durstig" gesucht? Neger wäre dann frei. "Noch ein Cola-Weizen?" "Nein danke, ich bin neger."