Wenn jeder einen halben Menschen tot fahren dürfte, das wäre doch auch
ein guter Anfang. Auch wenn's für manchen auf den ersten Blick
vielleicht krank klingt und etwas ungesund ausschaut. Weil zum einen
dann das Totfahren gerecht verteilt ist, zum anderen Totfahrer und
Nichttotfahrer zur Kooperation gezwungen sind.
Denn in der Realität werden ja nur wenig halbe Menschen tot gefahren,
häufiger hingegen ganze halbtot, was aber was ganz anderes ist und
darum hier nicht zählt.
Wer also einen über den Jordan fährt, weil er sich zum Beispiel zu viel hinter die Binde gekippt hat, der muss dann, um ungescholtener Bürger zu bleiben, eine halbe Totfahrlizenz von irgendwem kaufen, der sie noch hat und meint, sie nimmer zu brauchen. Zum Beispiel, weil er nur noch sich selbst totfahren möchte (wobei das mit der Lizenz dann egal ist).
Die Idee ist alleine deshalb schon nicht so krank, wie sie klingt, weil sie
geklaut 
ist. Denn mit den Atomkraftwerks-Laufzeiten machen sie es ja auch so: jeder Betreiber darf für eine bestimmte Zeit Atommeiler betreiben und damit Halbdeutschland tot machen. Wer mehr will, muss sich eine Lizenz von jemandem kaufen, der sie nicht mehr braucht - zum Beispiel, weil er statt in Atomstrom jetzt in Sonnenenergie macht.
Das mit dem Totfahren war natürlich nur ein Beispiel - von vielen. Man könnte das so auch regeln mit dem Nachbarerschlagen, dem Kindermissbrauchen, dem Schafefickenfilmen (ohne Filmen ist es ja eh erlaubt): jeder bekommt ein bestimmtes Budget, wer mehr braucht, muss es sich besorgen, wer weniger braucht, kann sein Recht auf Scheißebaun zu Geld machen.