Da kann Ali noch so viel Bratwurst in sich hineinstopfen und mit Weißbier nachgießen, seine stechend blickenden schwarzen Fanatikeraugen wird er nicht los. Ein Gastfußballspieler mag sich mit erigiertem rechtem Arm beim Publikum anbiedern, seine schwarze Hautfarbe macht es den Adressaten seines „deutschen Grußes“ unmöglich, ihn als ihresgleichen zu akzeptieren. Seine Integrationslage bleibt prekär. Wahre Integration, das weiß man in Deutschland, findet auf genetischer Ebene statt. Wer in Deutschland leben will, muss sich anpassen. Und hier kann die Gentherapie helfen.
Die technischen Vorraussetzungen sind gegeben, ein ausgedehnter Menschenversuch für 2008 projektiert. Jeder Zuwanderer, der dauerhaft in die deutschen Sozialkassen einzahlen will, muss neben dem staatskundlichen Fragebogen einen kleinen Piekser über sich ergehen lassen. Während er noch auf einen Prüfungsbescheid von der Landesbehörde wartet, tun in seinem Körper Retroviren unsichtbar ihr Werk. Bruchstücke deutschen Erbguts werden in die integrationswillige DNS eingeschleust. Den ganzen Genpool zu manipulieren, wäre ein unverhältnismäßiger Aufwand. Ohnehin unterscheidet sich der Ausländer in weniger als zwei Prozent seiner Erbanlagen vom Deutschen und Schimpansen.Gezielt wird an einigen wenigen, aber entscheidenden Stellen eingegriffen: Weniger Pigmente für die Haut, blonde Haare, weniger Testosteron. Nicht nur körperliche Merkmale sind Gegenstand der Gentherapie. Forscher sind den genetischen Grundlagen des deutschen Wesens und seines ausländischen Gegenstücks auf der Spur, doch das Zusammenspiel von Erbgut und Mentalität wirft noch Fragen auf. Besonderes Augenmerk richten die Genetiker auf das so genannte Rütli-Gen, das zu spontanen adoleszenten Gewaltausbrüchen führt. Hier könnte ein im deutschen Genpool vermutetes Gehorsamsgen segensreich wirken, das Gewaltexzesse nur auf ausdrücklichen Befehl zulässt.




