Das Strickmuster ist einfach: Weil Ralf Schumacher reicher, schneller und schöner ist als Stefan Raab, heizt die BILD-Zeitung einen publizistischen Streit zwischen den beiden Entertainern an und bildet einen Fan-Block für den Bruder des noch reicheren, noch schnelleren und noch schöneren Michael Schumacher. Einziges Ziel der fiesen Kampagne: die Porno-Aktien sollen steigen.
Denn dass in diesem Bereich bei BILD fast nichts mehr läuft, ist offensichtlich. Gestern enthüllt der Helgoländer Vorbote die Girl-von-Seite-1-freie Titelseite. Billiger Ersatz: Filmabfall von SAT 1, völlig unscharf.
Einen Tag später das erste Ablenkungsmanöver: Eine als „Girl-von-Seite-1“ getarnte Anzeige für Matador
(„Männer wollen’s wissen“). Foto, Möpse und Ludertext sind dabei nichts weiter als eine billige Kopie des Originals.
Auf Seite 4 dann die nackte Wahrheit: BILD gesteht eine Liaison mit „Pornoralle“, dem echten. Um nicht mit dem Jugendschutz, der Schleichwerbungsabteilung des Bundespresseamtes und Tante Emma aneinander zu geraten, versucht sich BILD in witzig und deklariert die Werbung für den Porno-Anbieter als Retourkutsche.
Leider ist BILD auch bei diesem Notnagel auf einen Billiganbieter hereingefallen: schwarze Bildstörungen allenthalben und ein äußerst ausgepowerter „Staab“.
Unterdessen kündigte BILD-Chef Kai Diekmann in der Kantine gegenüber einem V-Mann des Helgoländer Vorboten (HVV) Schritte gegen unsere Zeitung an: „Wir lassen unseren führenden deutschen Aufklärungsjournalismus nicht von einer Horde Inselaffen diskreditieren.“
Niveauvolle Unterhaltung bei www.pornoralle.tv
- mit dem BILD-Gütesiegel.




